Salzburg investiert in die Mobilität von morgen

Moderner Obus, bessere Verbindungen und mehr Angebot am Abend: Die Stadt Salzburg entwickelt den öffentlichen Verkehr Schritt für Schritt weiter.
Ein guter öffentlicher Verkehr muss die Menschen zuverlässig, schnell und möglichst einfach an ihr Ziel bringen. Genau daran wird in Salzburg gearbeitet. Neben kurzfristigen Verbesserungen im täglichen Betrieb stehen auch große Investitionen in die Infrastruktur, moderne Fahrzeuge und eine Neuordnung des Liniennetzes bevor.
Dabei geht es nicht um eine einzelne Maßnahme. Der öffentliche Verkehr wird auf mehreren Ebenen weiterentwickelt: mit neuen Verbindungen, besser abgestimmten Linien, zusätzlichen Angeboten am Abend und einer modernen technischen Grundlage für den Obusbetrieb der kommenden Jahrzehnte.
Liniennetz wird schrittweise verbessert
Ein wichtiger Baustein ist die Weiterentwicklung des städtischen Liniennetzes. Bereits seit Februar 2026 verbindet die neu geordnete Linie 17 die bisherigen Angebote der Linien 17 und 18. Für den Betrieb sind im Jahr 2026 rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen.
Der nächste große Schritt soll ab Mai 2027 folgen. Geplant ist eine umfassendere Neuordnung des Obusnetzes. Die jährliche Fahrleistung im Obusbereich soll dadurch um rund 623.000 Kilometer steigen. Ziel ist ein besser abgestimmtes Netz, das Stadtteile, wichtige Ziele und die Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler stärker berücksichtigt.
Für die Fahrgäste soll das vor allem bedeuten: direktere Verbindungen, verständlichere Linienwege und bessere Umsteigemöglichkeiten. Ein moderner Nahverkehrsplan muss sich daran messen lassen, ob Menschen im Alltag schneller und zuverlässiger ans Ziel kommen.
Moderne Fahrzeuge für einen attraktiven Stadtverkehr
Auch bei den Fahrzeugen wird modernisiert. Die Obusflotte wurde in den vergangenen Jahren laufend erneuert. Acht zusätzliche moderne E-Obusse wurden zwischen November 2024 und Februar 2025 in Betrieb genommen. Damit wuchs die moderne Flotte auf 50 Fahrzeuge. Die zusätzlichen Kapazitäten sind auch eine wichtige Voraussetzung für weitere Angebots- und Taktausweitungen.
Ergänzend dazu sind seit Mitte Februar 2026 insgesamt 34 neue Elektrobusse im Salzburger Stadtverkehr unterwegs. Damit wird der öffentliche Verkehr nicht nur leiser und emissionsärmer, sondern auch technisch Schritt für Schritt erneuert.
Moderne Fahrzeuge, ein verlässlicher Fahrplan und gut abgestimmte Linien gehören zusammen. Nur wenn alle drei Bereiche zusammenspielen, wird der öffentliche Verkehr für mehr Menschen zu einer echten und attraktiven Alternative.
43 Millionen Euro für die Obus-Remise
Eine der größten Investitionen betrifft die Obus-Remise in der Alpenstraße. Insgesamt 43 Millionen Euro sollen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts fließen. Die ersten Vorarbeiten haben im Frühjahr 2026 begonnen, der Start der Hauptbauarbeiten ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Die Remise ist die technische Grundlage des Salzburger Obusbetriebs. Hier werden die Fahrzeuge abgestellt, gewartet, repariert und für ihren täglichen Einsatz vorbereitet. Künftig soll der Standort Kapazitäten für bis zu 160 E-Obusse bieten. Vorgesehen sind unter anderem neue Wartungs- und Abstellhallen sowie eine Photovoltaikanlage. Die erste große Bauphase soll bis 2031 abgeschlossen werden.
Diese Investition ist daher weit mehr als ein Bauprojekt. Sie schafft die betrieblichen Voraussetzungen dafür, dass das Obusnetz in Zukunft wachsen und zuverlässig funktionieren kann.
Sommernachtsobus: mehr Angebot für junge Menschen
Ein konkretes Zusatzangebot gibt es auch in den Sommermonaten. Vom 11. Juli bis 12. September 2026 fahren alle Obuslinien täglich von Montag bis Sonntag zwischen 23 Uhr und 0.45 Uhr im 30-Minuten-Takt. Die Obusse bleiben dabei auf ihren gewohnten Linienwegen.
Das Angebot ist besonders für junge Menschen wichtig. Wer im Sommer Freundinnen und Freunde trifft, Veranstaltungen besucht, arbeitet oder am Abend unterwegs ist, soll auch später noch sicher und verlässlich nach Hause kommen. Der Sommernachtsobus schafft dafür ein übersichtliches Angebot mit klaren Zeiten, einem einheitlichen Takt und ohne komplizierte Sonderführungen.
Gleichzeitig profitieren auch Beschäftigte in Gastronomie, Kultur und anderen Bereichen mit späteren Arbeitszeiten. Ein guter öffentlicher Verkehr darf nicht mit dem frühen Abend enden, sondern muss sich stärker am tatsächlichen Alltag der Menschen orientieren.
Kostenlose Angebote erleichtern das Ausprobieren
Beim Salzburger Stadtfest 2026 konnten die öffentlichen Verkehrsmittel in der Kernzone kostenlos genutzt werden. Auch für die vier Adventsamstage sind kostenlose Fahrten vorgesehen. Solche Aktionen erleichtern es, das Auto stehen zu lassen und die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Im Zusammenhang mit der Sperre des Neutors ab Mitte September 2026 sind außerdem 20.000 kostenlose Öffi-Tagestickets geplant. Sie gelten im Salzburger Zentralraum für Bus und Bahn. Je 5.000 Tickets werden an die Umlandgemeinden und die Stadt Salzburg verteilt, weitere 10.000 über den Salzburger Verkehrsverbund.
Die Schnuppertickets sind damit nicht nur eine Reaktion auf die umfangreiche Baustelle. Sie bieten auch die Gelegenheit, neue Verbindungen auszuprobieren und den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr im Alltag zu erleichtern.
Öffentlichen Verkehr konsequent weiterentwickeln
Für die Stadt-SPÖ ist klar: Salzburg braucht einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr, der mit der Stadt und ihren Anforderungen mitwächst. Entscheidend sind nicht einzelne Ankündigungen, sondern spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste.
Dazu gehören ein konsequent weiterentwickeltes Liniennetz, moderne Fahrzeuge, ausreichende Kapazitäten, verlässliche Fahrzeiten und zusätzliche Angebote dort, wo sie tatsächlich gebraucht werden.
GR Tarik Mete, Verkehrssprecher der Stadt-SPÖ:
„Wir wollen den öffentlichen Verkehr in Salzburg Schritt für Schritt noch attraktiver machen. Deswegen investieren wir in bessere Verbindungen, moderne Fahrzeuge und ein verlässliches Öffi-Angebot. Unser Ziel ist klar: Die Menschen sollen schneller, einfacher und zuverlässig an ihr Ziel kommen. Mit dem Sommernachtsobus schaffen wir außerdem gerade für junge Menschen ein zusätzliches Angebot, um auch später am Abend sicher nach Hause zu kommen.“
Die nächsten Jahre werden für den öffentlichen Verkehr in Salzburg entscheidend. Mit der Modernisierung der Obus-Remise, der Weiterentwicklung des Liniennetzes und neuen Angeboten wird eine wichtige Grundlage geschaffen. Damit Salzburg auch künftig gut erreichbar bleibt und die Mobilität der Menschen zuverlässig funktioniert.
















